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In seiner Komödie "Die Physiker" wies der Schweizer
Friedrich Dürrenmatt
schon
vor über 40 Jahren darauf hin, dass die uneingeschränkte Forschung auch ihre
Gefahren birgt. Die gesamte Handlung, bestehend aus zwei Akten, spielt in
einem Sanatorium oder besser gesagt Irrenhaus für gesellschaftlich besser
gestellte Menschen, die verschiedenen Insassen beziehungsweise das Personal
stellen die damaligen Machtblöcke der Welt dar.
Es geht um drei Patienten: Newton, Einstein
und Möbius. Johann Wilhelm Möbius ist ein Physiker, der Formeln entdeckt
hat, die in falschen Händen die Welt vernichten könnten.
Newton und Einstein sind die Decknamen
von Spionen, die Möbius dazu bewegen wollen, sich der jeweiligen Macht
anzuschließen. Alle drei spielen Irre: Möbius, damit seine gefährlichen
Formeln als Produkt des Irrsinns abgetan werden; Newton und Einstein, um
unentdeckt an Möbius heranzukommen. Jeder der drei erdrosselt eine
Krankenschwester, um sein jeweiliges Geheimnis zu bewahren. Zum Schluss
bekommt die Chefärztin, Frl. Mathilde von Zahnd, die Formeln von
Möbius in
ihre Hände.
Das Stück kann als Frage nach der Ethik in der
Wissenschaft verrstanden werden und greift ferner die Problematik auf, dass
einmal Gedachtes oder Entdecktes nicht rückgängig gemacht werden kann.
Die Rolle der Anstaltsleiterin sollte ursprünglich eine
männliche sein, Dürrenmatt schrieb sie jedoch für die von ihm verehrte
Schauspielerin Therese Ghiese um.
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(Kompaktversion 15 kb)
Gesamtprogramm ausdrucken
(Originalversion 650 kb)
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