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Der zerbrochne Krug
Der schon etwas ältere Dorfrichter Adam ist nächtlicherweise zum jungen Evchen ins Haus geschlichen und wird dabei in der Dunkelheit von Ruprecht deren Verlobten überrascht und zum eiligen Rückzug gezwungen. Auch wird der Richter von jenem mit der Türklinke auf den Kopf geschlagen. Arg zugerichtet flieht Adam und lässt aus dem Fenster stürzend auch seine Perrücke zurück. Bei dem Tumult im Dunkeln, ist ein wertvoller Krug zerbrochen. Marthe Rull, die Mutter des Mädchens und Besitzerin des Krugs, kommt am darauffolgenden Morgen zum Gerichtstag, um den Verlobten ihrer Tochter - den sie sowieso für treulos hält, als Täter zu verklagen. Ausgerechnet an diesem Tag kommt der Gerichtsrat Walter auf Revisionsreise ins «Dorf» und wohnt dem Gericht bei. Die Komödie nimmt ihren Lauf und Richter Adam wird ihr grosser, komischer und tragischer Held...

1777 in Frankfurt an der Oder geboren, verliert der kleine Heinrich schon mit 11 Jahren seinen Vater und wird fortan in Berlin vom protestantischen Prediger Samuel Heinrich Catel erzogen. Warscheinlich ist, dass Catel, der gleichzeitig auch Professor am Französischen Gymnasium war, eine Art Mentor für den jungen Kleist darstellt, welcher ihm die Tür zu den Werken der klassischen und zeitgenössischen Dichter öffnete und somit seine spätere Laufbahn früh und massgeblich beeinflusst hat. 1792, mit 22 Jahren, tritt der junge Kleist trotz seines stets geäusserten Widerwillens aber getreu der Kleistschen Familien-tradition, in das Garderegiment zu Potsdam ein.
Wenn Sie unmittelbar mehr über Kleist erfahren wollen, dann kommen Sie einfach zu unseren Kleist-Matineen mit Frühstück ab 10 h und Lesung mit Musik ab 11 h
Jeweils Sonntags 1. /8. /15. und 22. August.